USA: Apple beansprucht 20% des E-Book-Marktes

Der Anteil von iBook-Stores ist wohl höher als bisher angenommen:

„An unerwarteter Stelle gab es neue Informationen zur Stellung Apples im US-amerikanischen E-Book-Markt. Im laufenden Verfahren zwischen Apple und dem US-Justizministerium um Preisabsprachen mit Verlagen beim iBooks-Launch 2010 erklärte Apple-Manager Keith Moerer vor Gericht, das Unternehmen habe derzeit 20% Marktanteil.

Damit widersprach er einer Aussage der Gegenseite, der iBookstore sei kein Erfolg. Moerer sagte laut Ereignisprotokoll der Publisher’s Weeky weiter, die Verkäufe im iBookstore hätten 2012 um 100% zugelegt, Apple habe über 100 Millionen E-Book-Kunden. Diese Zahlen liegen deutlich über den Schätzungen von Branchenexperten, die Apple eher bei 10% gesehen haben – hinter Amazon mit 50-60% und Filialist 25%, der auf 25% E-Book-Marktanteil in den USA geschätzt wurde. Google und Kobo haben bei jeweils 1-2% übrigens keine Relevanz in den USA (zumindest Kobo ist in Deutschland deutlich stärker).“

iBooks auch am PC nutzbar?

„Anfang dieser Woche hat Apple außerdem eine erste Ausweitung des iBooks-Ökosystems angekündigt: Es wird jetzt eine iBooks-App im Mac App Store geben, womit bei Apple gekaufte Literatur nun auch auf Notebooks und stationären PCs mit Apple-Betriebssystem gelesen werden kann. Das könnte nur ein erster Schritt sein: Nach Quicktime, iTunes & Co. könnte auch iBooks auf den PC portiert werden, auch eine Android-App ist realistisch (immerhin tummeln sich umgekehrt im iOS-App-Store etliche Google-Programme von Youtube bis Google Maps). Das würde die Attraktivität des iBookstore deutlich erhöhen, konnten dort gekaufte epub-E-Books doch (ohne Entfernung von Apple’s Fairplay-DRM) in der Vergangenheit doch nur auf iOS-Geräten gelesen werden. Schon heute zweifellos weit vorne ist Apple in Sachen Enhanced E-Books – ein Segment, dass man sich auch sehr gut auf großen PC- und Mac-Monitoren vorstellen kann.“

Quelle: lesen.net