Verlage behandeln potentielle Autoren wie Nummern

Autorin Stella Telleria beschreibt in einem Gastbeitrag auf xpressoreads.com warum sie den Weg des Selfpublishing gewählt hat. Ein wesentlicher Grund für diese Entscheidung war die Erfahrung mit Literaturagenturen, -Agenten und Verlagen.

Einige dieser Agenten bestätigten ihr einen guten Schreibstil und ein fesselndes Konzept. Alle forderten Manuskripte oder Leseproben an. Aber am Ende dauerte es eineinhalb Jahre, bis sich die Verlage oder Agenten wieder meldeten und sie wie eine Nummer behandelten.

Diese Erfahrung werden viele Autoren/innen gemacht haben oder machen. In ihrem Wettkampf um Bestseller vergessen viele Verlage, wer die Grundlage ihres Geschäftsmodells herstellt. Und so drängen die Verlage selbst die potentiellen Autoren/innen in die Selfpublishing-Welt. Am Ende bleibt diesen keine andere Möglichkeit ihr Werk zu publizieren.

Ob die Leser die daraus resultierenden unzähligen Veröffentlichungen annehmen und wie das „Gute“ vom „weniger Guten“ getrennt wird bleibt abzuwarten. Vielleicht gewinnen Verlagsmarken an Bedeutung weil sie sich für die Leser als Qualitätskriterium entwickeln werden.

Zum Beitrag auf xpressoreads.com