Worüber sich die Verlagswelt zum Thema „Selfpublishing“ einig ist

Jack W. Perry analysiert auf digitalbookworld.com die Diskussion um das Thema Selfpublishing der letzten Wochen. Ein Blogbeitrag des Selfpublishing Erfolgsautors Hugh Howey über das Einkommen der Selfpublishing-Autoren hatte einen Sturm an Kommentaren ausgelöst.

Die Diskussion der Vor- und Nachteile des Selfpublishing gegenüber einem tradierten Verlagspartnerschaft weisst in Teilen parallele Aussagen auf:

1) Keine Eintrittsbarrieren bei Digital
Die Möglichkeiten des digitalen Publizierens hat die Hürden und Eintrittsbarrieren für Autoren reduziert. Bevor es Selfpublishing gab, waren neue Autoren darauf angewiesen für den Druck und den Vertrieb Ihrer Bücher zu bezahlen.

2) Verkaufszahlen/Absatzzahlen sind eine „Unbekannte“.
Amazon, Apple und Google veröffentlichen keine Absatzzahlen. Es gibt keine neutrale Publikation für den Absatz von E-Books, die Vergleichbar mit den Bookscan Zahlen für den Buchabsatz von Nielsen wäre.

3) Romantik, Mystery, Thriller, Erotica und SF-Fantasy sind favourisierte Genres im E-Book Segment
Die genanten Genres weisen den höchsten Anteil an E-Books von Selfpublishing-Autoren auf. Viele dieser Autoren veröffentlichen bereits mehrere E-Books pro Jahr.

4) Nur die Bestseller Autoren können vom Schreiben leben
Nur diejenigen die zu den Bestseller Autoren zählen, können von den Einnahmen der Publikationen leben. Weniger als 5% sind „Vollzeit“ Autoren. Es gilt die 95/5-Regel: 95% der Verkäufe kommen von 5% der Autoren.

5) Vertriebsdienstleister bieten nur ein beschränktes Verkaufskontingent
Das Angebot der Vertriebsdienstleister wie BookBub scheint zu funktionieren. Nur wird auch von deren Seite, die das Verkaufskontingent für die einzelnen Verlage und Autoren beschränkt.

6) Ohne Amazon, gäbe es keinen E-Book Markt
Amazon kontrolliert den Marktzugang und definiert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Vertriebskonditionen, Preis etc.). Amazon hält viele Titel Exklusiv vor und schafft sich so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den großen Verlagshäusern. Der Marktanteil des Kindle für Titel im Eigenverlag (Selfpublished) ist nicht offiziell gennant, er wird auf 90% geschätzt.

Orginal-Artikel auf digitalbookworld.com