Amazon Publishing und die Reaktion der Buchbranche

Pünktlich zur Leipziger Buchmesse verkündet Amazon den Start seines eigenen Verlagsprogramms analog des englischsprachigen Marktes (spiegel.de, zeit.de). Damit positioniert sich der Onlinehändler auch in Deutschland als direkter Konkurrent zu seinen Verlagspartnern und bietet Autoren eine weitere Alternative zum Selfpublishing und tradierten Verlagshäusern. Letztere stellen aus Sicht der Autoren häufig einen Flaschenhals dar.

Ob das Konzept für den einzelnen Autor tatsächlich aufgeht, bleibt dennoch fraglich. Am Ende definiert Amazon sehr willkürlich das Preisgefüge am Markt sowie die Vertragskonditionen gegenüber seinen Partner. Dies zeigt die kürzlich durchgeführte Konditionsverschlechterung für die Inhalte-Lieferanten der Amazon Audioplattform Audible. Auch der Durchschnittspreis  für E-Books liegt bei den Amazon Top Ten deutlich unter denen anderer Plattformen (siehe aktueller E-Book-Top Ten Vergleich)

Am Ende belebt Konkurrenz das Geschäft und Amazon trägt wesentlich zur Weiterentwicklung des digitalen (E-Book) Marktes bei. Das hilft allen Akteuren die im Digitalen Ihr Kerngeschäft sehen.

Eine gute Zusammenfassung der Reaktionen aus der Buchbranche liefert der Buchreport.