Was Verlage von VC’s lernen können

In einem Gastbeitrag auf digitalbookworld.com beschreibt Gareth Cuddy (CEO ePubDirect) welche Methoden die Verlage von VCs übernehmen könnten:

1. Sei wählerisch

VC entscheiden sich für weniger als 1% der Investments die sie geprüft haben.
Verlage sollten ebenso handeln; weniger und besser publizieren.te.

2. Wie wird der Autor unterstützt?

Viele der VCs spezialisieren sich auf eine Branche/Technologie. Der Grund hierfür ist Know-how Aufbau, der bei jedem neuen Investment übertragen werden kann und sich so skalierbar nutzen lässt.

Auch im Verlagswesen zeigt sich der Vorteil der Spezialisierung. Viele Verlage die sich auf ein Genre oder eine Nische spezialisieren können Ihren Marktanteil und Erfolg sukzessive ausbauen.

3. Schneller handeln

Obwohl VCs in der Regel über Millionen Investments entscheiden, werden diese Entscheidungen schnell getroffen wenn ein Projekt positiv bewertet wurde. In der Regel kann das Startup bereits nach 6 Wochen nach Zusage mit dem Eingang des Investments rechnen.

Die Verlagslandschaft arbeitet in 18 Monatszyklen – das ist für die heutige digitale Welt deutlich zu langsam.

4. Langfristig planen

VCs bilden Rücklagen sobald sie in ein Startup investiert haben. Diese Rücklagen werden für weitere Investments in das selbe Startup genutzt.

Viele Verlage fokussieren sich auf ihre Neuerscheinungen und vernachlässigen Ihre Backlist. Ein kontinuierliches Investieren in bestehende Titel kann diese ebenfalls wirtschaftlich interessant positionieren.

5. Hart messen (KPIs definieren)

VCs definieren i.d.R. klare KPIs anhand derer sie den Erfolg ihrer Investments messen und kontrollieren.

Auch Verlage sollten im Rahmen des digitalen Wandels Kennzahlen definieren, anhand derer Sie den Erfolg Ihrer Maßnahmen und Projekte messen.

6. Netzwerken

VCs verfügen über ein gutes Netzwerk und sind gut dabei, dieses kontinuierlich zu bedienen und zu nutzen. Ob es um die Besetzung von Schlüsselpositionen oder Kompetenzen im eigenen Startup geht oder den Bezug von Dienstleistungen. VCs haben die Kontakte und können diese Ihren Startups schnell zur Verfügung stellen.

Sieht man das Startup als Vergleich zu einem Autor im Verlagswesen, stellt sich die Frage ob dieser denselben Support erhält, wie ein Startup von ihrem VC.

Zum original Artikel auf digitalbookworld.com