Amazon’s Machtspiele – erste Schritte gegen Hachette

Im Grunde ist doch alles ganz klar – sagt Amazon: Jeder Händler darf selbst entscheiden, ob er Produkte aufmerksamstark im Laden präsentiert, hinten im Lager lässt oder überhaupt nicht anbietet.  Buchhandlungen machten das jeden Tag. Genauso sei es bei Verhandlungen zwischen Verkäufer und Produzent einer Ware, wenn es um die Konditionen geht. Jeder kann selbst über sein Handeln entscheiden… Mit diesem Tenor wehrt sich Amazon nun gegen den Vorwurf, die Verlagsgruppe Hachette im Streit um E-Book-Rabatte mit Liefereinschränkungen zu erpressen. Dieses Vorgehen sei ein „verhandlungsbegleitender Schritt“ und das gute Recht eines jeden Händlers, so Amazon. Eine Einigung wird aktuell nicht in Sicht gestellt.

Laut Hachette verweist Amazon gegenüber seinen Kunden derzeit unverhältnismäßig häufig auf wochenlange Lieferfristen, obwohl die Titel laut Hachette auf Lager seien und stets prompt nachgeliefert werden. Der unter Pseudonym verfasste 2. Krimi von J. K. Rowling kann bspw. nicht vorbestellt werden. Man könnte ihn aber auf den Kindle laden oder – zur Konkurrenz gehen …

faz.netamazon.comdeutschlandradiokultur.de, zdnet.de,

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