eBook-Preisabsprache: Apple zahlt Entschädigung

Das US-Justizministerium legt Apple zur Last, bereits vor der Markteinführung des iPad-Tablets mit 5 großen amerikanischen Verlagen Verträge für eBooks abgeschlossen zu haben, die zu Lasten der Verbraucher gingen. Damals beherrschte Amazon den eBook-Markt und verkaufte Bestseller für seine Kindle-Lesegeräte deutlich günstiger als die gedruckten Exemplare in Buchläden. Amazon setzte dabei selbst die Preise. Apple dagegen bot den Verlagen Verträge mit Preisbindung an. Die Verleger konnten die Preise selbst bestimmen – Apple erhielt aber immer eine Kommission von 30 Prozent.

Mehr als 2 Jahre dauert der Rechtsstreit zwischen Apple und der US-Justiz bereits. Das Gericht ist der Ansicht, Apple habe seine Gewinne steigern wollen, ohne Marktanteile an die Konkurrenz wie Amazon einzubüßen. Nun sieht es nach einer außergerichtlichen Einigung aus: Unter der Voraussetzung, dass ein früheres Urteil Bestand hat, wurde seitens Apple angekündigt, das man gewillt sei, Verbraucher wegen illegaler Preisabsprachen bei eBooks mit bis 450 Millionen US-Dollar zu entschädigen.