Maschinelles Lernen: Kann ein Computer ein Buch nach seinem Cover beurteilen?

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Foto: iStockphoto Bee32

Und umgekehrt gefragt: Könnte Software das genau passende Cover eines Buches entwerfen, das wiederum die Menschen genau richtig anspricht und ein Buch beurteilen lässt? Forscher in Japan sagen: Vielleicht. Im MIT Technology Review erschien dieser Tage ein Artikel über die Arbeit von Brian Kenji Iwana und Seiichi Uchida an der Kyushu Universität in Japan. Danach sollten Buchcover den Lesern unbedingt eine Vorstellung von dem zu erwartenden Inhalt geben. Können das aber Computer auch? Um das herauszufinden, luden Iwana und Uchida 137.788 Cover von amazon.com herunter, inklusive dem dazugehörigen Genre. 80 Prozent der eingestellten Daten wurden dann benutzt, um ein neuronales Netz zu trainieren, das Genre anhand des Cover-Bildes zu erkennen. ´Weitere 10 Prozent des Datensatzes wurden verwendet, um das Modell zu validieren. Mit den letzten 10 Prozent wurde getestet: Wie gut stuft das System die Cover ein, die es noch nie gesehen hat? Das System wählte bei gegebenen 3 Möglichkeiten zu 40 Prozent richtig, das genaue Genre wurde in 20 Prozent der Fälle gewählt. Fazit: Die Klassifizierung von Cover-Designs ist maschinell möglich – wenn auch schwierig. Am leichtesten sind natürlich die Cover von Reise-, Computer, Technik- und Kochbüchern zu erkennen. Bei Genres wie Biografien, Romanen, Kinderbüchern und Comics wird es schwieriger. Diese Forschung kann auf Sicht helfen, die Arbeit von Designern zu verbessern, die sich mit Buchcovern beschäftigen – ersetzen wird sie sie nicht so schnell.

publishingperspectives.com, technologyreview.com

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