Das scheint tatsächlich ein Trend im Bereich der Buchpromotion zu sein: Das Erstellen von Merchandise-Produkten für Bücher – eine gute Möglichkeit, dein Buch zu bewerben und gleichzeitig Einnahmen durch eine neue Einnahmequelle zu generieren. Warum nicht? Der Verkauf von nur ein paar T-Shirts oder anderen Produkten kann äußerst lukrativ sein und manchmal mehr Gewinn pro Verkauf machen als das Buch selbst. Hier sind ein paar wichtige Tipps, damit dir das auch gelingt:

Überlege dir zuerst – bevor du irgendwelche Entscheidungen triffst –, welches Ziel du mit diesem Produkt verfolgst. Welches Ergebnis erwartest du von dem Projekt? Ohne eine genaue Vorstellung, investierst du am Ende viel Geld und Zeit und könntest vom Ergebnis enttäuscht sein. Normalerweise gibt es nur zwei Gründe, warum ein Autor physische Waren zu seinen Büchern herstellen möchte: Du willst sie an deine bestehenden Fans oder Follower verkaufen oder du willst sie kostenlos zu deinem Buch verschenken. Wenn du planst, an deine vorhandenen Leser zu verkaufen, musst du Produkte erstellen, für die sie auch tatsächlich Geld ausgeben. Das mag offensichtlich erscheinen, aber denk mal darüber nach, wann du das letzte Mal Geld für Kleidung, einen Stift oder andere unwesentliche Gegenstände ausgegeben hast…

Du hast einen Plan? Dann solltest du dich natürlich auf möglichst einzigartiges Design konzentrieren, eines das die Leute im Freien auch tragen wollen – und nicht nur während des Aufräumens zu Hause. Die Produkte, die du anbietest, konzentrieren sich daher am besten auf hochwertige T-Shirts, Tragetaschen und vielleicht Rucksäcke. Klar, jeder mag auch Freebies. Das Verschenken von Gegenständen bei Buchveranstaltungen und Online kann eine großartige Möglichkeit für deine Fans sein, dein Buch für dich in der realen Welt zu bewerben. Da sie es kostenlos bekommen, darf das Design werbewirksamer sein. Es sollte den Titel und den Namen des Autors in einem großen lesbaren Text anzeigen, vielleicht kann auch ein Link zur Website des Autors in die Grafik eingefügt werden.

Klar kann es eine gute Idee sein, für jeden Fan ein kostenloses T-Shirt zu haben. Wenn du aber nicht vorhast, Tausende von Shirts zu produzieren, wird der Preis pro Shirt ziemlich hoch sein. Um so viele kostenlose Dinge wie möglich herausgeben zu können, solltest du daher besser Gegenstände wie Stifte, Aufkleber und Buttons auswählen, vor allem wenn du ein begrenztes Budget hast.

Du weißt was du willst? Dann erstelle ein Design! Entwickle einen Entwurf, der das Wesen deines Romans erfasst. Und – auch wenn du gerne einzigartig sein möchtest – erstelle am besten ein einfaches Design auf der Grundlage deines Covers. Deine Produkte anders zu gestalten als dein Cover ist eine einfache Möglichkeit, Fans zu verwirren – und genau das möchtest du nicht. Denke an deine Leser: Vergiss nicht, Titel und Autor irgendwo lesbar auf dem Design zu erwähnen. Natürlich gibt es auch ein paar technische Details, die sich auf dein Design auswirken können. Auch wenn ein Design gut auf einem Bildschirm oder im Druck angezeigt wird, kann es beim Ausdruck auf einem T-Shirt oder einer Tasche ganz falsch aussehen. Grafiken müssen groß sein, damit sie beim Drucken nicht unscharf erscheinen. Vergiss nicht, den Farbraum des Druckers zu beachten, der in der Regel CMYK (Cyan, Magenta, Gelb und Key, d.h. Schwarz) ist. Wähle ein gutes Grafikprogramm! GIMP ist ein kostenloses Grafikprogramm, mit dem du kompliziertere grafische Bearbeitungen durchführen kannst. Wenn du wenig Geld zur Verfügung hast, lohnt es sich, etwas Zeit zu investieren, um zu sehen, ob du das gewünschte Design erzielen kannst. Aber denke daran, dass selbst Designs, die einfach erscheinen, ein hohes Maß an Fähigkeiten erfordern.

Hattest du einen professionellen Service, der dein Cover erstellt hat, könntest du ihn fragen, ob er dir die Druck-Vorlage auf Basis deines Covers auch erstellt. Es kann sehr aufregend für dich sein, dein Buch live auf einem T-Shirt oder einem Mousepad zu sehen – aber es ist vorher wichtig, die richtige Entscheidung zu treffen, mit welcher Vorlage und bei welchem Hersteller du produzieren lässt. Eine falsche Entscheidung kann bedeuten, dass du mit tausenden von Bechern in deiner Garage dastehst oder mit jedem Teil wenig bis gar keinen Gewinn machst. Also überlege: Welche Produkte willst du anbieten? Und wenn du online verkaufst, wie wirst du die Artikel versenden? Wenn du einen Großhandel wählst, werden Hunderte, wenn nicht Tausende von Artikeln gleichzeitig gedruckt. Bei dieser Methode werden die Kosten in der Regel niedrig gehalten, jedoch kann das Vorab-Geld hoch sein. Wenn du bereits ein großes Publikum hast, dass deine Ware vorhersehbar kaufen wird, dann ist dies definitiv der richtige Weg, der fast immer am meisten Profit bedeutet. Darüber hinaus musst du aber auch entscheiden, wer die Artikel per Post versendet. Wenn du jemals versucht hast, ein paar Artikel online zu verkaufen, wirst du wissen, dass dies eine zeitraubende Aufgabe ist. Die Nutzung eines Fulfillment-Dienstes kann eine Option sein. Allerdings wird dann leider auch ein großer Teil deiner Gewinne von den Kosten dafür aufgezehrt.

Print on demand (POD) ist eine andere großartige Möglichkeit, eine Auswahl von Artikeln ohne Vorabrisiko anzubieten. POD bedeutet, dass ein Artikel erst gedruckt wird, nachdem er gekauft wurde. Mit einem POD-Service kannst du ein T-Shirt in allen Größen und Farben ohne Vorrat anbieten. Der negative Aspekt von POD-Dienstleistungen sind die Kosten. Aber das kann in Ordnung sein, weil du diese Gebühr ja nur bezahlst, nachdem jemand einen Artikel gekauft hat. Es gibt viele POD-Dienste mit vielen verschiedenen Angeboten, die sich ständig ändern. Also suche ein wenig nach Preisen und probiere ein paar aus, bevor du eine Entscheidung triffst.

Fazit
Das Erstellen von Merchandise-Produkten für dein Buch kann eine äußerst lohnende Möglichkeit sein, deine bestehende Fangemeinde glücklich zu machen und auch noch daran zu verdienen. Hab also keine Angst und probiere es ruhig einmal aus!