Eine Autoren-Website hat ehrlicherweise nur einen einzigen Zweck: Sie soll dir helfen, deine Bücher zu verkaufen bzw. Leser dafür zu finden. Auf dieser deiner Seite kannst du deine (potentiellen) Leser über alles informieren, was sie brauchen, um sich für dich und deine Bücher zu entscheiden. Daraus ergeben sich ein paar grundlegende Bereiche, die du auf jeden Fall auf deiner Seite abbilden und mit Inhalten füllen solltest.

Deine Autoren-Website dient deinen Lesern und hilft ihnen bei der Beantwortung der Frage: Was soll ich als nächstes lesen? Auf einen Blick sollte deine Website also beantworten, ob deine Bücher und du als Autor das sind, was diese suchenden Leser wünschen. Deine Seite muss deinem idealen Leser versichern, dass er darauf vertrauen kann, hier richtig zu sein. Was auch immer der Leser hofft zu fühlen, welche Art von Person er auch immer mit deinen Büchern in der Hand und deiner Geschichte sein möchte – zeig deinem Leser, dass genau du der Typ von Autor bist, den er sucht. Das muss deine Website leisten. Wir geben dir ein paar Tipps, wie das gelingen kann:

Du bist eine Marke!
Der Zweck deiner Autorenseite ist es, deine Autorenmarke auf den ersten Blick klarzumachen. Innerhalb von Sekunden muss die Seite dein Genre und deine Persönlichkeit vermitteln. Das bedeutet nicht, dass sie teuer sein muss. Die meisten Websites gibt es ohne große Investition. Aber sie muss genug von dir erzählen. Ein Besucher, der bei dir vorbeikommt, muss erkennen können, dass er hierhergehört. Wenn du Cover oder Bilder hast, die deine Marke vermitteln, solltest du diese präsentieren. Auch ohne aufwändiges Design kann ein stimmungsvolles Bild und eine entsprechende Farbgebung viel vermitteln.

Hier geht es zur Anmeldung
Deine Mailingliste, an die du deinen E-Mail-Newsletter senden kannst, ist dein wertvollstes Marketinginstrument. Diese Liste und deine Autorenwebsite sind die dauerhafte Grundlage deiner Autorenarbeit (neben dem Schreiben ;-)). Sie gehören dir und überdauern alle sozialen Modeerscheinungen! Sie lassen dich direkt zu deinen leidenschaftlichsten Fans sprechen und deine Bücher vermarkten – zu deinen eigenen Bedingungen. Alles was über deine eigenen Besitztümer hinausgeht, ist eine digitale Teilpacht, die äußerer Willkür unterliegt: Außerhalb deiner Kontrolle und den teilweise auch recht merkwürdigen Regeln unterworfen, die heute hier und morgen verschwunden sein können.
Wenn du eine Mailing-Liste erstellen möchtest, benötigst du ein Anmeldeformular. Dieses Formular kann eine Landingpage, ein Popup oder die Startseite selbst sein (die empfohlene Methode).
Steigere deine Anmeldungen, indem du ein kleines Geschenk anbietest, einen herunterladbaren Preis, der deine idealen Leser begeistern würde. Vielleicht ist es eine kurze Geschichte aus der Welt deiner Serie. Vielleicht ist es ein Prolog, der einen Charakter enthält, der deinen Leser interessiert oder der eine kritische Story-Frage beantwortet. In jedem Fall muss dieser kleine Magnet nicht lang, aber in sich abgeschlossen sein (was bedeutet, dass zum Beispiel die ersten 10.000 Wörter deines Romans nicht verwendet werden).

Ich, der Autor
Leser erwarten diese Seite. Enttäusche sie nicht. Für deine Autoren–Bio sei bitte alles andere als steril. Länge ist nicht wichtig, aber Unverwechselbarkeit schon. Sprich in deiner Biographie direkt mit deinem idealen Leser, dieser einen Person, die beim Lesen deiner Bücher und deiner Biographie denkt: „Dieser Autor, das ist genau der richtige für mich!“ Und dann beweise es ihm.

Deine Bücher
Jedes deiner Buch benötigt eine eigene Seite mit einem Titelbild, einer kurzen Beschreibung, und Schaltflächen. Vielleicht einen Auszug. Und wenn du zahlreiche Serien hast, füge eine Seite hinzu, die zeigt, wie sie alle organisiert sind.

Kontaktmöglichkeiten
Zusätzlich zum Standard-E-Mail-Kontaktformular muss diese beinhalten, wie die Leser dich auf deinen bevorzugten Social-Media-Kanälen finden können – der Ort, an der sich deine treuen Fans aufhalten und wo du Freude an der Teilnahme findest. Ein oder zwei solcher Social-Media-Kanäle sind im Grunde schon genug. Du wirst oberflächlich, wenn du versuchst, in mehr als einem Kanal ein aussagekräftiges Profil zu betreiben. Anstatt zu versuchen, überall zu sein, schreibe besser deine Romane.

Beweise
Genauso wie das Cover deines Buchs einen Hinweis auf erste gute Kritiken enthalten sollte, sollte dies auch auf deiner Autorenseite geschehen. Wo genau du das hinstellst, ist nicht so wichtig. Aber sei nicht schüchtern. Lass das Lob überschwänglich sein, solange es von jemand anderem kommt. All dieses Lob ist eine Einladung an deinen idealen Leser. Sein Zweck ist es, zu sagen: „Leute wie wir lesen Bücher wie diese“, und durch den Kauf dieser Bücher hast du, der neue, ideale Leser, die Wahl, dazu zugehören – sich als Teil von etwas Größerem zu fühlen.

Deine Website existiert, um eine Erfahrung zu versprechen. Lass den Kauf deines Buches deinem neuen Fan die Erfahrung vermitteln, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden.

Optionale Elemente – bitte nur hinzufügen, wenn du Grund dazu hast.

Blog
Musst du bloggen? Nein. Die meisten Roman-Autoren sollten das nicht. Alle Sachbuchautoren dagegen schon. Für die meisten Autoren saugt Bloggen einfach nur kreative Energie, erhöht die Arbeitsbelastung und – am wichtigsten – dient ihren Lesern nicht. Du könntest die Ausnahme sein (aber die bist du wahrscheinlich nicht). Argumente, das du bloggen solltest, um dein SEO zu verbessern oder mit Content-Marketing zu helfen oder deine Website „frisch“ zu halten, werden alle von der Anstrengung konterkariert, die es braucht, um eines von diesen Argumenten gut zu erreichen. Blog nicht. Schreibe stattdessen deine Romane.

Auftritte
Dies ist völlig optional, aber deine Leser werden es schätzen, wenn du zahlreiche öffentliche Auftritte hast. Ein Kalender mit wenigen (oder nur historischen) Auftritten ist jedoch schlechter als gar kein Kalender.

Deine Autorenseite ist dazu da, Bücher zu verkaufen, indem du dich mit Lesern verbindest. Nicht mehr und nicht weniger.

Du hast Fragen? Dann komm gerne auf uns zu!