1. Bring es zu Ende

Ja, das ist wirklich das Einzige, was zählt. Der Rest ist nur Mechanik, die man lernen kann. Schreiben erfordert zu 10 Prozent Kreativität, zu 10 Prozent Talent und zu 80 Prozent, das man an einer Geschichte dranbleibt, bis sie fertig ist – auch wenn man noch keine Ahnung hat, ob sie gut genug ist oder nicht, um sie zu lesen. Ein fertiges Manuskript ist die einzige echte zwingende Voraussetzung. Es hat etwas magisches, wenn du dir selbst zeigst, dass du es kannst. Also: Beende dein Buch!

2. Entferne so viele Adverbien wie möglich

Es gibt ein paar Hinweise, Regeln und Denkanstöße, die dein Schreiben auf die nächste Stufe heben, sobald du sie verinnerlicht hast. ‚Schreib weniger Adverbien‘ ist so ein Tipp. Versuche Folgendes: Verwende die Suchfunktion in deinem Textverarbeitungsprogramm, um nach diesen Formen zu suchen. Frage dich bei jedem Adverb, ob du ein besseres Wort finden kannst. Ergibt dein Satz ohne das Adverb Sinn, solltest du ihn ohne vollenden.

3. Verwende ’sagte‘ oder ‚fragte‘ für Dialoge

Dies ist der zweite Ratschlag, der für dich vielleicht etwas verändern wird. Für einen Dialog verwende zum Beispiel nur „sagte“ oder ‚fragte‘ zum Beispiel. Das ist es. Kein anderes Verb. Und bitte, keine Adverbien… Aber das Beste ist, wenn du möglichst alle Dialog-Tags entfernst, die du nicht unbedingt brauchst. Vertraue deinen Lesern, sie werden dem Hin und Her der Dialoge auch so folgen können. Ein ’sagte‘ sollte nur verwendet werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dem Leser mitzuteilen, wer spricht.

4. Schreibe ohne Ablenkungen

Sorge für ablenkungsfreies Schreiben, sonst wird dein Schreiben unterbrochen und du verlierst vielleicht den Faden. Du willst in Ruhe nachdenken? Dann suche dir einen Platz mit Blick nach draußen. Das inspiriert! Beobachte die Menschen, die Straßen oder die Wald und Wiese vor der Haustür. Aber lass dich dabei nicht stören.

5. Schreib deine Geschichte in drei Wörtern

Damit du leichter Wörter findest, kann dir diese Idee vielleicht helfen: Denk an deine mögliche Geschichte, die du erzählen willst und versuche, sie mit drei Wörtern zusammenzufassen. Was für Wörter du verwendest, ist dabei egal. Warum das spannend ist? So trainierst du dich selbst, immer wieder auf den Punkt zu kommen und dich genau ausdrücken. Du kannst schneller sagen, was du wirklich meinst. Beispiel gefällig? Wie wäre es mit „Titanic: Zwang, Liebe, Freiheit“ oder „Harry Potter: Magie, Schule, Mut“ etc…

6. Werde fertig!

Denk nicht darüber nach, ob du veröffentlicht wirst oder nicht. Wenn du dich weiter verbesserst, stehen deine Chancen ganz gut. Also: Mach einfach weiter. Bring es zu Ende und gib nicht auf!