Natürlich musst du als Autor Online vertreten sein – egal ob du schon veröffentlicht hast oder es erst noch tun wirst: Für deinen Erfolg ist eine Website, ein Social Media-Auftritt mit allem, was dazugehört unabdingbar! Du musst leicht gefunden werden. Und wenn man Online dann auf dich trifft – sollte dein Auftritt dort professionell sein und auf deine Reputation einzahlen, deine Marke und deinen Ruf. Leider wurden in den vergangenen Jahren eine Menge Leser von schlecht gemachten Romanen vor den Kopf gestoßen – sowohl von Selfpublishern als auch von Verlagen, die sich nicht wirklich viel Mühe gegeben und das Invest in Ausstattung und Lektorat gemieden haben. Es ist daher wirklich wichtig, als Autor den Lesern Professionalität zu vermitteln – sonst wird es in diesem heiß umkämpften Markt schwer, Fuß zu fassen. Manchmal zeigt leider schon ein Blick auf den Blog oder die sozialen Medien eines Autors, ob er es wirklich ernst meint und sich Mühe gibt. Also vermeide die folgenden Fehler!

#1 Korrekturlesen – überall
Jetzt geht es nicht um dein Buch – ich meine vielmehr Rechtschreibfehler und schlechte Grammatik auf deiner Website und in deinen Social Media-Kanälen. Es ist wichtig, das du auch auf Kleinigkeiten achtest, also schreib deine Lieblingsautoren richtig, verwende Anführungszeichen nur wo wirklich nötig etc.. Vielleicht nutzt du auch einfach ein Rechtschreib- und Grammatikprüfprogramm. Letztlich gilt: Sprache ist dein Medium. Du musst zeigen, dass du es beherrschst.

#2 Weniger ist mehr
Nein, du brauchst nicht deine komplette Autobiografie auf deiner Amazon-Autorenseite oder deiner persönlichen Website. Niemand interessiert sich für den Namen deines Kindergartens oder welche Rolle du im Krippenspiel hattest. So ist das nunmal: Bist du keine echte Berühmtheit oder mit einer solchen liiert, interessiert sich niemand um diese Details deines Lebens. Alles, was du von dir preis gibts, sollte schlichtweg für deine Bücher relevant und deine Leser interessant sein.

#3 Darüber spricht man besser nicht
Das ist dein erster Roman? Dann bitte auf keinen Fall um Lob und Anerkennung! Oder möchtest du der erste Patient eines neuen Arztes oder die erste Autoreparatur eines Mechanikers sein? Du willst, das man dein Buch liest, oder? Dann tu so, als würdest du wissen, was du tust, auch wenn das nicht der Fall ist. 

#4 Du bist (noch) kein Superstar
Nein, hochstapeln ist keine gute Idee. Leser mögen es vielmehr, wenn ein Autor nahbar ist. Sie möchten entdecken, wie und was von deiner Bio sie auf sich beziehen können und nicht, wie cool und überlegen du bist. Oder fühlst du dich etwa anderen Autoren überlegen?

#5 Nicht wachsam genug?
Überwache alles, was du online hast, denn das ist heikel: Schnell kann dein Ruf oder dein Buch durch Kommentare u.ä. beschädigt werden, die du nicht kontrollieren kannst. Also sei wachsam, checke täglich deine Social-Media-Kanäle und deine Website. Lass am besten Kommentare nur nach vorheriger Kontrolle zu.

#6 Eigennützige Erwartungshaltung
Verlange nicht, dass jemand deine Autorenseite mag. Und nein: Nur weil du einem Bestsellerautor folgst, wird er dir nicht unbedingt auch folgen. Nur weil du seine Bücher magst und das auch kundtust, wird er nicht unbedingt das gleiche für dich tun. Verlange nicht, das er sich mit deinem Buch auseinandersetzt oder gar deinen Newsletter liest. Setze daher auf gar keinen Fall andere, erfolgreiche Autoren auf deine Mailing-Liste! Sie haben allesamt keine Zeit, um über die letzten Ferien zu reden, Podcast-Interviews zu was auch immer zu geben und by the way – es ist auch gesetzlich verboten, Personen ohne ihre Zustimmung in eine Mailingliste aufzunehmen. 

#7 Die Jagd nach Mitleid
Brauchst du das wirklich? Klar hast du wirklich lange gebraucht, bis dein Buch fertig war, du hast alles gegeben und – jetzt liest es (noch) keiner? Die ersten Bewertungen waren schlecht? Das kennen viele, viele Autoren. Damit bist du nicht allein! Also kein Grund, darüber zu jammern! Das ist nicht professionell – mach das unter Ausschluss der Öffentlichkeit, bei deinen Freunden, in deiner Familie!

#8 Sag besser nicht, das du Selfpublisher geworden bist, weil die anderen Verlage dich abgelehnt haben …
Ja, das machen viele Indie-Autoren – aber ehrlich: Willst du sowas lesen? Das klingt einfach nur traurig und keineswegs sexy und mutig! Self-Publishing ist doch – wenn man es als Autor richtig und vor allen professionell betreibt, eine solide, schöne Sache für den Leser. Warum solltest du das Kleinreden? Die Leute wollen doch Bücher kaufen, die andere mögen und die potentiell erfolgreich sind – und keine, die alle abgelehnt haben.

#9 Paranoia
Nahezu alle frischgebackenen Autoren haben Angst vor einem Ideenklau. Warum das für Profis kein Problem ist? Nun, sie haben bereits die Erfahrung gemacht, dass es nicht um die Idee geht, sondern darum, wie du schreibst! Wenn du nicht möchtest, dass deine Leser im echten Leben wissen, dass du Schriftsteller bist, verwende ein Pseudonym – das nur so lang ist, das es noch Platz auf Buchcover hat 😉 Dein Name ist deine Marke. Benutze ihn!

#10 Form? Was für eine Form?
Was auch immer du auf deine Website oder auf Facebook etc. stellst – halte dich an die Regeln und bewahre den einmal eingeschlagenen Weg der Form: Bleib bei der einmal gewählten Schrift, dem Format-Schema, wenn du Artikel anlegst – das sieht professionell aus und macht einen guten Eindruck!

Mit diesen Tipps sollte es dir gelingen, souverän bei deinen Lesern anzukommen. Stelle schlichtweg sicher, dass alles, was du dort schreibst und kundtust, Verkäufe bringt und nicht blockiert. Halten also deine Online-Präsenz positiv und professionell.