E-Books im Preis-Segement „$2,99“ verkaufen sich viermal besser als „$1,99“

„Don’t price your E-Book at $ 1,99“ titelt der Branchendienst paidcontent.org. Die Frage welches der richtige Preispunkt ist, treibt so manchen Selfpublisher und Autor um. Die Verlage haben mit der „20%-Abschlagsregel“ vom gedruckten Buch eine nicht offizielle, aber doch häufig verwendete, Formel gefunden. Was aber wenn es kein gedrucktes Buch gibt. Kobo’s Director of self-publishing and authors relations Mark Lefebvre legt im Interview mit Publishers Weekly Zahlen des Kobo Selfpublishing Tool vor. Nach seiner Aussage ist der Preispunkt von $1,99 „tot“.

Meistens startet die Autoren bei $2,99 und heben den Preis von E-Book zu E-Book an. Ein niedriger Preiseinstieg mag zwar ein Lockangebot sein, aber gerade in der Literatur überzeugt der Inhalt den Leser, nicht der Preis.  Mark Lefebvre hebt hervor, dass $0,99 Titel zweimal so viel verkaufen, wie Titel mit einem Preispunkt bei $1,99. Und E-Books mit einem Preispunkt bei $ 2,99 verkaufen sich viermal besser. Derzeit werden ca. 80% der Selfpublishing Titel in einer Preisrange zwischen $ 2,99 und $ 5,99 verkauft. Ein Anstieg sei auch bei den Titel zwischen $ 7,99 bis $ 9,99 zu verzeichnen.

Die Aussagen des Kobo-Directors werden durch einen Bericht der Selfpublishing Plattform Smashwords bestätigt. CEO Mark Coker rät seine Autoren das „schwarze Loch“ von $ 1,99 zu meiden. Er unterstreicht, dass im Durchschnitt E-Books im Preissegment von $ 3,99 besser verkauft werden, als E-Books im Preissegment von $ 2,99 oder niedriger – mit Ausnahme von Free-E-Books.

gigaom.com (Kobo), gigaom.com (Smashwords)